Gesundheitsthemen

Was ist eine Wasservergiftung? Was sind Toe Grips? Wie beruhige ich meinen Vierbeiner? Diese und andere Themen werden hier in kleinen Texten behandelt. Nicht zu viel und nicht zu wenig Info...

Halsband oder Brustgeschirr? 

Häufig wird argumentiert, dass der Hals eines Hundes so stark bemuskelt sei, dass er damit seine Beute totschütteln könne. Deshalb sei für einen Hund ein Halsband auch kein Problem. Aber das ist so nicht richtig und vorallem bei Welpen, bei denen die Halsmuskulatur noch gar nicht fertig ausgebildet ist, können durch den unsachgemäßen Gebrauch eines Halsbandes gravierende Schäden entstehen. Und das passiert ganz schnell, wenn der Welpe oder Junghund beim Spielen im Übermut "volle Bresche" in sein Halsband springt. Dafür muss man als Halter erst gar nicht heftig daran ziehen.
Im Halsbereich befinden sich nicht nur lebenswichtige Blutgefäße, sondern auch Nervenbahnen, die Schilddrüse, die Speiseröhre usw. 
Druck durch ein Halsband auf diese Strukturen, kann Erkrankungen hervorrufen oder verschlimmern: 
- Beschädigung der Schilddrüse  
- Beschädigung der Luftröhre 
- Hervorrufen von Husten, Brechreiz, Atemnot auslösen 
- Netzhautablösung durch erhöhten Augeninnendruck 
- Erkrankungen des Rückenmarkkanals 
Deshalb bitte ein Halsband NICHT als alleiniges Führmittel einsetzen! 

Foto by temcorifoto 

Wasservergiftung beim Hund: eine tödliche Gefahr!

Aber Wasser ist doch nicht giftig, oder!?
Das war meine Reaktion als ich den Begriff "Wasservergiftung" das erste Mal hörte. Das stimmt wohl. Gemeint ist, dass der Hund innerhalb kurzer Zeit ein Zuviel an Wasser aufnimmt, das der Körper nicht mehr verarbeiten kann. Dabei meint "Zuviel" ungefär ein Drittel des eigenen Körpergewichts des Hundes.  Als Folge der hohen Wasseraufnahme sinkt der Natriumgehalt im Körper und das Wasser wird eingelagert statt ausgeschieden. Durch diese Einlagerungen schwellen die Zellen an, der Hirndruck steigt, es bilden sich Lungenödeme und die Nieren können nicht mehr arbeiten.
Typische Symptome sind Erbrechen, ein aufgeblähter Bauch, Abge-schlagenheit, starkes Hecheln, Appetitverlust und wenn nicht sofort reagiert wird folgen Krämpfe, Koordinationsschwierigkeiten, Apathie bis hin zur Bewusstlosigkeit und zum Tod. 
Bei Verdacht auf Wasservergiftung sollten Sie sofort handeln und mit Ihrem Hund in die nächste Tierklinik oder zum Tierarzt fahren. Als Erste Hilfe auf dem Weg zum Tierarzt, können Sie Ihrem Hund (ausnahmsweise) salzhaltige Kekse oder Salzstangen anbieten, falls er sie nimmt. 
Wie können Sie eine Wasservergiftung vermeiden? Besonders gefährdet sind Welpen, kleine Hunde und besonders schlanke Tiere, da bei ihnen aufgrund der fehlenden Körpermasse das gesunde Maß an Wasseraufnahme schneller erreicht ist. Hunde mit Nierenerkrankungen sind ebenfalls eine Risikogruppe. Achten Sie beim Spielen mit dem Wasserschlauch beim Apportieren und Spielen im Wasser immer auf genügend Pausen und lassen Sie Ihren Hund nie unbeobachtet. Je flacher das Apportierspielzeug (z.B. ein Frisbee) desto weniger Wasser verschluckt Ihr Hund bei dessen Aufnahme. Wenn Ihr Hund ein Wasser-Junkie ist, müssen Sie zur Not auch einmal ein Machtwort sprechen, um ihn zu einer Unterbrechung zu bewegen. 
Auf keinen Fall sollten Sie Ihrem Hund das Spielen im Wasser komplett verbieten. Ihr Vierbeiner sollte sich auch weiterhin im Wasser austoben und abkühlen dürfen. Mit Ihnen als verantwortungsvollem Schutzengel an seiner Seite besteht kein übertriebender Grund zur Sorge.
Viel Spaß beim Plantschen!





Welches Brustgeschirr ?

Die Vordergliedmaße leisten die Hauptarbeit in der Fortbewegung des Hundes. Sie übersetzen den Schwung, der von den Hintergliedmaßen kommt, in eine Vorwärtsbewegung. Deshalb ist es wichtig, dass die Schultern frei arbeiten können. 

Beim Norweger oder Sattelgeschirr werden die Schultern in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Der Klassiker unter den Geschirren ist das Y-Geschirr (auch H-Geschirr oder X-Geschirr genannt). Bei dieser Art Geschirr können sich die Schultern frei bewegen.

Jetzt im Sommer macht Sinn auch über ein Geschirr mit Kühlung nachzudenken ( z.B. bei petphysio/ruffwear).


Hundeliebe geht nicht durch den Magen!

Alle in der Familie sind ein bisschen kuschelig. Das hat bisher auch keinen besonders gestört. Man isst viel zu gern. Auch Labbischatz Harper liebt Schnitzel und Pommes und weil er doch so süß schaut, bekommt er auch immer etwas ab. Aber dann beginnt Harper zu lahmen und die Diagnose beim Tierarzt ist eindeutig: Ellbogenarthrose. Harper muss abnehmen! Das sagt der Tierarzt und seine Hundephysio sagt das auch. Aber wie?

Zuerst wird alles nur noch schlimmer. 

Weil ihm die Ellbogen weh tun, bewegt sich Harper weniger, er frisst aus Langeweile- der Napf steht schließlich immer gefüllt da. Harper ist "der König der Bettler", er hört die Kühlschranktür auch noch im Garten, die Kinder lieben es sowieso ihren Kuschelbär zu füttern... statt abzunehmen legt er in den folgenden Wochen noch ein bisschen zu und bald kann er keinen Schritt mehr ohne Schmerzen machen. Nach einem längeren Sonntagsspaziergang ist es soweit: Harper geht keinen Schritt mehr und auch am nächsten Morgen schafft er es kaum aus seinem Körpchen

Was tun?

Beim Tierarzt bekommt er erst mal Schmerzmittel, weil sich die Arthrose entzündet hat und jetzt so richtig weh tut. Daraufhin geht es dem armen Kerl schon mal besser. Die Familie beschließt eine Ernährungsberaterin aufzusuchen und sich den tatsächlichen Bedarf von Harper ausrechnen zu lassen. Bei der Hundephysio bekommt Harper Akupunktur und Massagen und später auch CBD-Öl als alternatives Schmerzmittel.

Langsam stellt sich eine Verbesserung. Harper nimmt ab und die Familie sammelt fleißig Abnehm-Tipps: 

Schleckerchen (z.B. von der Firma Easy-Dog) sehen aus wie Deoroller. Man kann sie mit Hunde-Leberwurstbrühe, Hundesmoothies oder ungesalzener Fleischbrühe befüllen. Die sind zum Beispiel tolle kalorienarme Belohnungsmöglichkeiten. Selbstgemachte Leckerchen, ohne Konservierungsstoffe, in Maßen genossen, mit hohem Gemüseanteil sind auch zu empfehlen. Überhaupt liebt Harper Süßkartoffelstückchen, Karotte oder Apfelschnitz als gesunden Snack zwischendurch. Frauchen hat ihm außerdem einen Antischlingnapf gekauft, bei dem er seine Mahlzeiten nicht mehr einfach so "inhalieren" kann. Und wenn er so liebt schaut bekommt er sein Lieblingskuscheltier zum Schmusen und Extra-Streicheleinheiten. Das mag er sehr.

Mittlerweile ist Harper fast 5 Kilo leichter. Jedes Gramm weniger tut ihm sichtbar gut. Er läuft auch fast beschwerdefrei und lahmt nicht mehr. Nur bei Wetterumschwüngen oder nach heftigem Toben mit Nachbarshündin Lola kann es sein, dass ihm die Beinchen mal wieder weh tun...

Was sind ToeGrips?


Wie man an dem oberen Bild erkennen kann, sind Toe Grips kleine Ringe aus Gummi, die auf die Pfoten aufgestülpt werden. Dafür müssen die Krallen vorher abgemessen werden. ToeGrips gibt es in XS für die ganz kleinen, wie z.B. Chihuahuas und XXL für deutsche Doggen und andere Riesenrassen. Einmal angemessen halten die kleinen Helferlein bis zu drei Monate- je nach Aktivitätslevel des Hundes und geben Halt bei neurologischen Erkrankungen und Hinterhandschwächen, genauso wie bei besonders rutschigen Böden. Angemessen und verkauft werden die bunten Helfer bei mir in der Praxis. Mehr Info zu den Patentierten "Krallenschmückern"  - teilweise auch auf Englisch unter: Www.aktive-pfoten.de

Der elfjährige Carlos hat "Rücken" und in Zeiten großer Aufregung, wie Weihnachten oder zu Geburtstags-Hochzeiten, wenn viel Besuch kommt und er alle begrüßen muss, verspannt sich sein kleiner Rücken besonders schnell und schmerzhaft, bis hin zu Lähmungen der Hinterhand. Die ToeGrips sind keine Wundermittel, aber sie erleichtern ihm seinen Alltag und geben ihm neue Sicherheit beim Laufen: er rutscht nicht mehr weg. Kürzlich hatte er eine Zahn-OP und ist wackelig und etwas benommen aus der Narkose erwacht. Seine Besitzerin war begeistert, wie schnell er nach der OP wieder richtig laufen konnte und hat dafür auch die ToeGrips verantwortlich gemacht. 

Hunde liebevoll zur Ruhe bringen


Mücke, die kleine vierjährige Jack-Russelhündin meiner Freundin beißt alles kaputt, wenn sie Langeweile hat. Neulich erst wurde ein hundefreier Mädelsabend böse bestraft, weil Mücke, die Zeit alleine dazu benutzt hat, Simones Lieblingsdecke, die mit den Blumen, komplett zu zerfetzen. Wenn Mücke alleine bleiben muss, nimmt sie die Wohnung auseinander, aber auch sonst kommt sie gefühlt nie zur Ruhe, reagiert auf kleinste Reize mit Unruhe oder wildem Gebell und setzt alle um sich herum unter Spannung und Stress. Wenn es an der Tür klinget, bricht die Hölle los, wenn Besuch kommt, muss Mücke alle Aufmerksamkeit bekommen, ein Biergartenbesuch mit Hund ist der reinste Spießrutenlauf...
Was tun? 
In so einem Fall ist eine kompetente Hundetrainerin, oder ein kompetenter Hundetrainer sicher Gold wert. Aber auch eine Hunde-Ernährungsberatung kann Erleichterung bringen, weil man in diesem Fall auch durch die Zusammensetzung des Futters positive Veränderungen erzielen kann. Oft zeigen die Hunde selbst, wie sie sich selber beruhigen können. Mücke braucht zum Beispiel definitiv etwas zum Kauen um runterzukommen. 
Was noch?
Aromatherapie mit Lavendelduft, oder auch Zirbenholz (nicht für Katzen) kann helfen.
Mein Hund und mein Kater reagieren auf den Relaxopet-Lautsprecher sehr gut und entspannen sich
Massage, Tellington Touch, Tellingtonkörperbänder oder Thundershirts (funktionieren wie das Pucken bei Babys) können helfen.
Manche Hunde brauchen viel Bewegung- dabei ist gleichmäßiges, entspanntes Joggen wilden Spielen und Toben eindeutig vorzuziehen. Andere Tiere kommen besser zur Ruhe, wenn sie geistig genug ausgelastet sind: Schnüffelspiele, Knobeleien...
Kein Hund ist wie der andere und es soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass alle gleich entspannt und brav sein müssen. Wenn ein Tier aber gar nicht zur Ruhe kommt und sein Stresslevel dauerhaft erhöht ist, wirkt sich das auch auf sein Herz-Kreislaufsystem aus.
Mücke hat sich mittlerweile an eine Box gewöhnt. das ist ihre persönliche Höhle, in der sie zur Ruhe kommt, meist mit einem Kauknochen oder ihrem (halbzerfetzten) Kuscheltier. 



Hundephysio-Reiss

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